| In ihrer Satzung hat sich die 1989 gegründete Bökerhof-Gesellschaft zur Aufgabe gemacht, das Herrenhaus und die umliegenden Park- und Gartenanlagen instandzusetzen sowie die Geschichte des Bökerhofs, seiner Bewohner und ihrer Gäste vornehmlich im 19. Jahrhundert zu dokumentieren. Über den rein musealen Aspekt hinaus soll der Bökerhof wieder zu dem werden, was er vor mehr als 150 Jahren war: ein Haus der kulturellen Begegnung. |
Dieses geschieht durch zahlreiche Veranstaltungen, die hier an historischer Stelle bereits in den vergangenen Jahren stattgefunden haben und in Zukunft stattfinden werden, wie Konzerte, Lesungen, Vorträge und Seminare. So haben sich in der historischen Halle des Bökerhofs am brennenden Kamin namhafte Literaten, Künstler und Wissenschaftler eingefunden, wie dies schon zur Zeit der "großen Generation" der Familie von Haxthausen gepflegt und von Ludwig-Emil Grimm im Bild dargestellt wurde.
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Bökerhof - Eingangshalle
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Zentrum des Hauses und des Museums ist daher die historische Halle, die im originalen Bauzustand mit der charakteristischen blauen Farbfassung und dem Treppenhaus wiederhergestellt wurde. Blickfang ist der Kamin, der sich zur Zeit des "Bökendorfer Kreises" an derselben Stelle befunden hat.
An den Wänden hängt die "Ahnengalerie" des Bökerhofs. Sie zeigt die Bauherren des Hauses sowie dessen erste Bewohner, die Großeltern und Eltern der "großen Generation" der Familie von Haxthausen, ferner mehrere der vierzehn Kinder, darunter Therese-Luise, die Mutter der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, sowie die wohl berühmtesten Sprosse der Familie, August und Werner von Haxthausen mit seiner Frau Elisabeth von Harff zu Dreyborn.
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Bökerhof - Biedermeierzimmer
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Herausragendes Schmuckstück ist der prachtvolle Stiftskalender des Fürstentums Paderborn aus dem Jahre 1747, gewidmet Clemens August von Wittelsbach (1700-1761), ab 1723 Kurfürst und Erzbischof von Köln, Fürstbischof von Münster, Paderborn, Osnabrück und Hildesheim.Unter den "vier Edlen Meiern" sowie den Inhabern der Erbämter und dem Domkapitel sind auch die Wappen der freiherrlichen Familie von Haxthausen zu erkennen. |
| Zweiter historischer Raum ist das Biedermeierzimmer, das einen Eindruck von der Wohnatmosphäre zur Zeit des "Bökendorfer Kreises" vermittelt. An den Wänden befinden sich ebenfalls Bilder von Mitgliedern der Familie von Haxthausen. |
Ein weiteres Schmuckstück ist das hier aufgestellte Tafelklavier des Münsteraner Klavierbauers Melchior Quante von ca. 1800. Auf Einladung ihres Onkels, des Landrats Philipp von Wolff-Metternich, hat Annette von Droste-Hülshoff auf diesem Instrument zusammen mit der Sängerin Madame Fennewitz im Jahre 1820 in Höxter ein öffentliches Konzert gegeben.
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